Wechsel in der Leitung des Posaunenchors

PCHOR_UEBERGABE_2010Mit einem festlichen Bläsergottesdienst in der vollbesetzten Stiftskirche Ramelsloh wurde am Reformationstag der Chorleiterwechsel im Posaunenchor Ohlendorf gefeiert.
Bernd Grote hat nach fast 20 Jahren den Dirigentenstab an Constanze Wollersen übergeben. In einer Ansprache würdigte Gerhard Grote im Namen des Posaunenchores die Verdienste von Bernd Grote.  Auch Pastor Wieberneit dankte ihm für seine langjährige Tätigkeit, verabschiedete ihn offiziell aus seinem Amt und stellt ihn unter den Segen Gottes. In Zukunft nimmt der Posaunenchor ihn wieder als aktiven Bläser in seinen Reihen auf.
PCHOR_2010Auch Bernd Grotes Nachfolgerin Constanze Wollersen wurde einge-segnet. Sie ist 42 Jahre alt und ist in Bremen aufgewachsen.  Dort hat sie im Alter von 13 Jahren mit dem Posaunespielen begonnen, nachdem sie schon vorher Blockflöte und Klavier gespielt hat. Zahlreiche Bläserfreizei-ten führten sie u.a. nach Polen, Finnland und Österreich.
Inzwischen lebt sie mit ihrem Ehemann in Ohlendorf und spielt dort bereits seit 10 Jahren im Posaunenchor. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde im Gemeinschaftshaus Ohlendorf noch etwas weitergefeiert.

Quelle: Turmhahn Dezember 2010

 

Posaunenchor Ohlendorf bildet Blechbläserinnen und Blechbläser aus!

Im September letzten Jahres startete der Posaunenchor Ohlendorf erstmalig das Projekt “die hupen“.
Unter Anleitung von Herman Süß, Musiker und Musikschullehrer, haben einige Interessierte begonnen, ein Blechblasinstrument zu erlernen. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Kirchengemeinde und den Posaunenchor konnte der Unterricht zu einem sehr günstigen Preis angeboten werden.

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Aus der ersten Anfängergruppe hat Astrid Bendorf (in der Bildmitte mit dem Waldhorn) den Sprung in den Posaunenchor bereits geschafft. Sie bläst bereits seit einem halben Jahr im Chor mit.

Quelle: Turmhahn 07/2009

Beginn Posaunenchor und Zionsverein

150 Jahre Landeskirchliche Gemeinschaft Ohlendorf

Die Posaunenchöre in unseren Dörfern begannen mit der von Hermannsburg ausgehenden Erweckungsbewegung. Auf den seit 1854 dort stattfindenden Missionsfesten hatten junge Männer die Posaunenmusik auf christlichen Festen kennen gelernt. Es vergingen aber noch einige Jahre bis zu einem eigenen Chor.

"Posaunenchor Ohlendorf, 100-jähri-ges Jubiläum 1975". Foto privat
„Posaunenchor Ohlendorf, 100-jähri-ges Jubiläum 1975“. Foto privat

1870 kam der aus Ramelsloh stammende Berufsmusiker Peter Meinecke (geb.1852) im Rheinland zum Glauben. Er kehrte nach Ramelsloh zurück, gab seinen bisherigen Beruf auf und stellte seine Gaben ganz in den Dienst der Posaunenchorarbeit. Er beschaffte von der aufgelösten Bürgerwehr aus Hamburg gebrauchte Instrumente. Mit 10 jungen Männern aus Ohlendorf und Ramelsloh begann er zu üben. Man wollte mit den Instrumenten zu Festen und Gottesdiensten der Gemeinde einladen und die Choräle unterstützen. 1875 gilt als das Gründungsjahr des Chores.

Im Jahr 1876 hat Peter Meinecke auch in Fliegenberg den Posaunenchor gegründet und gab dem bereits bestehenden Posaunenchor Stelle neue Impulse. Diese 3 Chöre taten sich zusammen und gründeten einen Missionsverein, den „Zions-Verein“. Mit den Instrumenten, durch Spenden und tatkräftigen Einsatz sollte die Missionsarbeit in Hermannsburg unterstützt werden. Die Verbindung dieser Chöre Ohlendorf, Fliegenberg und Stelle unter der Leitung von Peter Meinecke bestand bis 1891.

Der Ramelsloher Brand im Jahr 1884 hatte auch Einfluss auf den Posaunenchor Ohlendorf. 8 Häuser wurden damals vernichtet, darunter „Vagts“-Haus, in dem mehrere Instrumente lagen. Dieser Umstand und die Auswanderung von Peter Meinecke nach Amerika legte die Arbeit des Ohlendorfer Chores für etwa 9 Jahre größtenteils still.

1893 begann Johann Peter Grote jun. (1860-1943) den Posaunenchor wieder aufzubauen, ohne Bläser aus Ramelsloh. So ist der Chor, nur durch eine kurze Zeit unterbrochen, seit 134 Jahren im Dienst der Gemeinde tätig.

Friedhelm und Hans-Dieter Grote

Quelle: Turmhahn September 2009

 

Musik macht Mut

Musik macht Mut! Dies ist nur einer von vielen Gründen, um miteinander zu musizieren. Wo? Bei „den hupen“, einem Bläserprojekt des Posaunenchores Ohlendorf, das am 28. August 2008 startet. Welche Gründe zum Musizieren gibt es noch? Diese Frage können die Mitglieder des Posaunenchores am Besten selber beantworten.

Der Posaunenchor bietet professionelle Bläserausbildung ab Ende August. Foto Brandt
Der Posaunenchor bietet professionelle Bläserausbildung ab Ende August. Foto Brandt

Im Posaunenchor sind keine Solisten gefordert, sondern Menschen, die gerne in der Gruppe Musik machen möchten. Dazu bieten sich Trompeten, Hörner, Posaunen und die Tuba besonders gut an.

Spaß macht es, wenn alle aufeinander hören, mutig mitspielen. Aus dem anfänglichen Durcheinander entsteht plötzlich ein Lied. Wenn der Vortrag gut ist, dann hat sich die Mühe auf alle Fälle gelohnt und die Freude der Zuhörer wird zur eigenen Freude.

Generationsübergreifend zusammen zu musizieren ist heute etwas ganz Besonderes und schafft neue Begegnungen und die Erfahrung, zusammen ist man weniger allein.

Musik hilft, den Alltag hinter sich zu lassen. Nach einem stressigen Tag findet man beim Blasen im Chor Abstand zum Alltag, kann sich von der Musik tragen lassen und findet seine Mitte wieder neu. Erfüllt kann man dann wieder in seinen Alltag gehen. Die Lieder, die wir begleiten, geben uns Worte, die wir sonst nicht gehabt hätten und sind auch ein Anlass, Gott „Danke“ zu sagen.

Und welche Bedeutung hat der Posaunenchor eigentlich für die Kirchengemeinde?

Bei einem Gespräch mit Pastor Rambow wurde deutlich, dass die Posaune ein uraltes Instrument ist. Schon in den Psalmen wird berichtet, wie die Menschen auf diese Weise Gott lobten. Als die Posaunenchorarbeit vor mehr als 150 Jahren wieder begann, haben sich Christen daran erinnert. Der Name Posaunenchor bezeichnet

dabei immer einen Chor, der sich dieser christlichen Tradition bewusst ist und auf seine Weise heute noch mit Leben füllt. Im Posaunenchor Ohlendorf musizieren mehrere Generationen zusammen und gehören damit heutzutage zu den wenigen Gruppen, wo man sich generationsübergreifend trifft und gemeinsam Musik macht. Durch die verschiedenen Anlässe wie Gottesdienste, Gedenktage im November und Geburtstagsständchen hat sich der Posaunenchor ein breites Repertoire erarbeitet und wird von vielen Menschen gehört. Der Posaunenchor bildet einen Schwerpunkt in der kirchlichen Arbeit und bereichert sie durch Musik.

Neugierig geworden? Dann probiere es bei „den hupen“ Ende August doch mal aus! Die Ersten haben sich bereits angemeldet!

Birgit Kattner

Quelle: Turmhahn August 2008